Wenn ein Fußballer seine Karriere beendet, so sind seine Tage auf dem grünen Rasen noch lange nicht gezählt. Und damit ist jetzt nicht die Fortsetzung der Karriere als Trainer oder Manager gemeint, die sich auch ab und an auf das Grün begeben (wenn auch nicht mehr zum Spielen). Aber die Rede ist natürlich von der in Schottland groß gewordenen Sportart Golf.
Hier tun sich die ehemaligen Ballkünstler hervor und sind gern gesehene Gäste bei Turnieren, die bspw. für einen guten Zweck ausgeführt werden. Viele Fußballer fangen damit sogar schon während ihrer Karriere an, so ist Michael Ballack passionierter Golfspieler. Es gibt nicht wenige Leute, die witzeln, dass er sich schon mal auf dieses Sportbereich konzentrieren könne, wenn er nach seiner schweren Verletzung nicht wieder Anschluss an die erste Mannschaft findet. Allerdings ist man bei Bayer 04 Leverkusen recht zuversichtlich, dass er (Noch-)Kapitän der deutschen Fußballnationalmannschaft seine Karriere im Stadion fortführt. Da wird die Verbesserung des Handicaps noch warten können.
Es wäre übrigens auch bestimmt ganz interessant herauszufinden, wie sich unsere golfenden aktiven und Ex-Fußballer gegen andere Amateurgolfer schlagen. Diese spielen auch 2010 wieder die Matchplay Serie aus, nachdem mit der apano GmbH ein Sponsor gefunden wurde. Hier spielen gut 15 000 Spieler aus hunderten Golfvereinen Deutschlands um den Einzug ins Finale in Dubai. Und es wäre doch wirklich interessant herauszufinden, in welchem dieser Vereine die Idole unserer Kindheit den Ball ins Loch putten und ob sie den Sport ernst genug nehmen, um gegen die anderen Golfer eine Chance zu haben. Aber bevor es dazu kommt, macht eher Stefan Raab bestimmt sein eigenes Golfturnier.
Bild: Timo Rüßler / pixelio.de